Themen / Ziele für die AnbieterInnen

Die Aufrichtung des Skeletts nach dem individuellen Bauplan des betroffenen Menschen ausrichten. Die Knochen und Gelenke so aufeinander stapeln, dass kein Knochen den anderen, kein Gelenkteil ein anderes berührt, behindert, einschränkt. Die CANTIENICA®-Methode nennt diese grundlegende Aufrichtung in der Vertikalen des Menschen Aufspannung. Sie basiert auf dem einfachen Prinzip der gesamten Skelettmuskulatur: dem Prinzip von Zug und Gegenzug. In dieser anatomisch fundierten Grundspannung hat jeder Muskel wiederum seine Grundspannung, seinen Grundtonus. Und zwar 100% der Muskulatur, also auch die so genannte autochthone Muskulatur, von der es bislang hiess, sie entziehe sich der Beeinflussung durch den Willen. Sehnen, Bänder, Ligamente profitieren von dieser Grundspannung, sind weder verkürzt noch überdehnt und können ihre Aufgaben optimal erfüllen. Zentral für die Aufhebung von Fehlhaltungen und ihren Folgen sind Becken, Brustkorb, Wirbelsäule, Beinachse, Armachse.

Die wichtigsten Themen in CANTIENICA®-Das Rückenprogramm

Sie erlernen die Intuition und das Einfühlungsvermögen, die es braucht, um die Ursachen der Haltungsschäden aufzuspüren und individuelle Trainingsanleitungen für die Selbstheilung Betroffener zu erstellen. CANTIENICA®-Das Rückenprogramm behandelt die Betroffenen nicht als Kranke, sondern als Gesunde auf einem kleinen Umweg. Die meisten Beschwerden entwickeln sich aus Haltungen, die ursprünglich einen Vorteil hatten und mehr oder weniger bewusst gewählt wurden, als Anpassung, als Kompensation, aus Imitation. Sehr wichtig ist in CANTIENICA®-Das Rückenprogramm der Umgang mit Schmerzen: Die KlientInnen werden zum Dialog mit dem Schmerz aufgefordert, zum Dialog mit dem Körper. Denn Schmerz ist nicht gleich Schmerz: Es gibt den Alarmschmerz, mit dem der Körper meldet, dass ihm eine Haltung, Bewegung, ein Umgang nicht behagt und nicht bekommt. Wird dieser Signalschmerz nicht beachtet, wird daraus eine chronische Fehlhaltung mit Dauersignal. Und es gibt den Veränderungsschmerz, den Heilungsschmerz: Werden chronisch verkürzte Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien gedehnt, verschoben, so muss das spürbar sein. Wer sich auf die Körpersprache einlässt, lernt schnell, den Warnschmerz vom Wohlschmerz unterwegs zur absoluten Schmerzfreiheit klar zu unterscheiden. «Veränderungssensationen» sind im Alltag die eigentlichen Wegweiser zur Gesundhaltung.