CANTIENICA®-Blog

Ankunft in Kigali

Flughafen Ruanda. Fred-Marc und ich wollen mit unseren Schachteln durchmarschieren, müde von der langen Reise und dem Warten vor der Gepäckausgabe. Eine Beamtin hält uns auf. Wir zeigen den Letter of Intent von Project Air. Ich soll Deirdre anrufen. Habe keine Telefonnummer. Sage, dass Deirdre uns abholt. Ein Zollbeamter erklärt, dass ich nicht mehr reinkomme, wenn ich mal raus sei. Schliesslich wird mein Pass als Pfand genommen. Deirdre beherrscht die Landessprache, wortreich deklariert sie die Matten und Bälle als “Geschenk an die Nation”. 

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Ich frage, was Sie gesagt habe. Das Rezept ist international: Autorität anerkennen, entschuldigen, einen dummen Schuldigen benennen, scherzen, versprechen, nächstes Mal einen Brief an die Nation mitzubringen.

Der Flughafen sei brandneu, sagt Deirdre, innerhalb der letzten drei Monate erbaut. Dazu gehöre nun natürlich auch eine effiziente Zollbehörde.

Jean de Dieu und Deirdre beladen einen bejahrten Toyota kunstvoll. Unterwegs zu Deirdres Haus kaufen wir 5 Flaschen Bier für die Summe von 5 500 Ruandischen Franken, und die Tatsache, dass wir 5 000 Ruandische Franken pro Person einführen dürfen, sagt uns irgendwie, dass es ein sehr teures Bier ist.

Das Haus liegt auf einem der 1000 Hügel, wir hören ein wildes Freudengeschrei aus vielen Fenstern, Fred-Marc identifiziert es zur Freude von Jean de Dieu als Goal der Ghanaer im WM-Spiel gegen Deutschland.

Lieblich breitet sich Kigali aus, eine Großstadt mit wenig Strom. Wie angenehm das ist für die Augen. 

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Ich schlafe im Moskitonetz-Himmelbett ganz wunderbar, träume davon, Clint Eastwood die CANTIENICA®-Methode beizubringen, damit er die Altersstöcke nicht mehr braucht. Der Traum ist ein voller Erfolg. Um 05:00 weckt mich der Gesang der Vögel auf, mit Hilfe von Deirdre komme ich zum vorläufigen Schluss, es könnte sich um ruandische Amseln handeln, Blackbirds in Orange.

05.58 wird es taghell, von Nacht zu Tag, mit der Heftigkeit, die nur in Äquatornähe vorkommt, so, als werde ein Vorhang blitzartig weg gezogen.

Deirdre serviert köstlichen lokalen Kaffee, Passionsfrüchte frisch vom Baum, Apfelbananen. Ich bitte sie, für uns nicht die Gastgeberin zu spielen, sie lacht ein wunderbares verschmitztes und zugetanes Lachen und sagt: “Nur heute. Lass mich einen Tag Gastgeberin sein.” Das Herz wird warm. Also physisch, spürbar, so richtig warm tief in der Brust.

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