CANTIENICA®-Blog

Auf Überraschungen sollte man immer gefasst sein…


(Fortsetzung von Wie bereitet man sich auf eine Reise nach Ruanda vor?)

Eine gute Vorbereitung ist alles und Dank Internet, Google, Wikipedia etc. auch ganz einfach…

Wenn der Reisepass erst am Checkin-Tag mit dem Visum zurückkommt, soll das einen nicht kümmern. Hat ja alles schlussendlich gereicht. Aber der Pöstler mit dem eingeschriebenen Brief erhält vermutlich nicht täglich eine ‘la Ola’, wenn er einen Umschlag abliefert.

Angekommen. Koffer und Zusatzgepäck auf einen Rolli geladen und durch den Zoll. Aufgehalten von einer Beamtin. Die grossen Schachteln, die in Zürich komplett mit rotem Plastik eingepackt wurden, haben ihre Aufmerksamkeit geweckt. Ganz genau will sie wissen, was denn drin sei. Neu oder gebraucht? Wird es wieder ausgeführt oder bleibt es im Land? Die Beamtin spricht englisch mit uns, obwohl es im “Internet” hiess, dass die Leute in Ruanda französisch sprechen. Als sich Deirdre Summerbell auf kinyarwanda mit der Beamtin unterhalten kann, geht alles schnell. Wobei. Moment. Stopp! Nachdem das mit dem Inhalt der Schachteln (ungesehen) geklärt ist, werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Einfuhr von Plastik nach Ruanda verboten ist. Genauer will man es gar nicht wissen. Wir entfernen am Zoll die knallrote Plastikverpackung und können einreisen.

Deirdre führt uns in ihr Haus und zeigt uns unsere Zimmer. Alles sehr sauber und grösser als erwartet. Als erstes checke ich die Stecker-Situation. Schliesslich hätte ich ein Problem, wenn ich meine Geräte nach Gebrauch nicht aufladen könnte. Stecker vom Typ J kann ich keine ausmachen. Wikipedia hat nicht immer recht, ist eine Lehre des Tages. Die Stecker sehen wie in Deutschland aus. Zum Glück habe ich sicherheitshalber den entsprechenden Adapter dabei… Auch in anderen Gebäuden können wir bis zur Stunde noch keine Steckdose vom Typ J ausmachen. Die sehen überall ein bisschen anders aus.


B&B “Iris”



Strasse in Kigali


Am vierten Tag sind wir erstmals auf Leute getroffen, die sich lieber in französisch als englisch unterhalten. Mit Englisch kommt man gut durch. Die Menschen hier unterhalten sich untereinander in Kinyarwanda.

Bis Montag hatten wir kein einheimisches Geld. Deirdre hat uns beraten. Dass wir US Dollar dabei haben, konnte sie gar nicht verstehen. Als sie meine 1-Dollar-Noten sah, rieb sie ihre Stirn. Bei grossen Noten bekommt man bei den Banken einen viel besseren Wechselkurs. Benita lachte, weil ich es mich in Zürich viel Zeit gekostet hatte, bis ich so kleine Noten beschaffen konnte. In Kigali könne man auch nicht mit Dollars bezahlen, und einheimisches Geld aus dem Automaten beziehen, könne man vergessen. Das alles ist so ziemlich genau das Gegenteil, was ich vorbereitend rausgefunden hatte. Schlussendlich wechselten wir grosse Euronoten in Ruanda Franc.

Weil ich vor der Abreise rausgefunden hatte, dass man nach Ruanda maximal 5’000 Ruanda Franken einführen darf, ging ich davon aus, dass das Preisniveau hier sehr tief sein muss. 5’000 Ruanda Franken entsprechen rund 6 Euro. Dass man damit nicht weit kommt, fanden wir schon am Tag der Ankunft raus. Das Parking kostete schon über 1’000 Franc und fünf Flaschen Bier im Getränkeladen um die Ecke mehr als das Einfuhrlimit.

Gestern waren wir in einem Warenhaus. Am Eingang stehen Sicherheitsleute mit einem Metalldetektor. Taschen werden nach Waffen durchsucht. Grundsätzlich empfinde ich die Preise höher als in Deutschland oder Spanien. Zum Teil schon fast auf Schweizer Niveau. Mit meinem Halbwissen vermute ich, dass das nicht immer so war und die Einfuhrgrenze für Ruanda Franc nicht der Inflation angepasst wurde.

Aber alles kein Problem. Wenn man trotz vermeintlich guter Vorbereitung keine fixen Erwartungshaltungen hat, hat man es nicht nur in Ruanda einfacher…

#USDollar #Einfuhrlimit #RuandaFranc #SteckdosenstandardinRuanda #Parkgebühr #Bier #Preisniveau

0 Ansichten0 Kommentare
CANTIENICA AG

Seefeldstrasse 215

8008 Zürich

+41 44 388 72 72 

office@cantienica.com

NEWSLETTER

Anmelden

Das CANTIENICA®-Ausbildungssystem ist bereits seit 2006 eduQua-zertifiziert. Das eduQua-Zertifikat zeichnet eine gute Bildungsinstitution aus, trägt dazu bei, die Qualität der Ausbildungen zu sichern und zu entwickeln und schafft mehr Transparenz für Konsument/innen.​

  • CANTIENICA®-Videos auf Youtube
  • CANTIENICA auf Facebook
  • CANTIENICA auf Instagram
  • CANTIENICA auf Twitter