Zu Risiken und Nebenwirkungen der Körperhaltung


Das äußere Erscheinungsbild

Die gute Haltung hat einen freien, hoch stehenden, sich selbst tragenden, beweglichen Kopf. Der Blick ist offen und klar. Die Schultern sind entspannt. Diese Entspanntheit überträgt sich auf das Gegenüber. Bei Frauen steht der Busen hoch, der Popo ebenfalls. Die Aufspannung streckt die Silhouette, der Torso ist wohlgeformt, die Taille schön gezeichnet. Das macht gute Laune. Sich selbst und den anderen. Das hat und schenkt Ausstrahlung. Und Menschen mit Ausstrahlung ziehen andere Menschen an. Diese Anderen haben sie hoffentlich auch, die gute Haltung.

Ich sehe oft Frauen in tollen Outfits, körperbetont, eng, modisch und teuer. Die Haltung ist nachlässig, kraftlos und steif, die Erscheinung wird beliebig. Und hin und wieder, leider viel zu selten, steht da eine Frau, vielleicht nur in Jeans, T-Shirt und Sneakers, aufgerichtet, aufgespannt, entspannt, anmutig und powervoll – und zieht alle Blicke an. Auch meine.

Gesundheitliche Aspekte

Aufrichtung mit einem entspannten Grundtonus nährt das Skelett. Kinder wachsen in und dank der Schwerkraft. Die Schwerkraft setzt die Knochen unter Zugspannung, das fordert und fördert die Muskeln, die Sehnen, die Bänder, die Faszien. Das Achsenskelett wird gut durchblutet. Gelenke sind offen und mobil.

Jeder Sport wird durch die artgerechte Haltung effizienter, jede Bewegung zählt doppelt, wenn sie mit Qualität ausgeführt wird. Die Verletzungsgefahr verringert sich enorm. Und passiert doch etwas, erholt sich der Körper schneller und gründlicher.

Wer sich der vermeintlich so feindlichen Schwerkraft hingibt, schrumpft. Nur, weil alle anderen auch schrumpfen, ist der Abbauprozess noch lange nicht natürlich, er verursacht Arthrose an den Gelenken. Bandscheibenschäden. Wirbelsäulendegeneration.

Unterschätzt wird die Wirkung der Haltung auf Organe. Ist der Brustkorb gedrungen und gequetscht, so nehmen Herz und Lungen Schaden. Seitenstechen, Schluckauf, Reflux entstehen, weil der Körper von oben nach unten drückt. Organsenkungen Hernien, Bandscheibenvorfälle sind meistens „hausgemacht“. Der Brustkorb drückt nach unten. Das Becken gibt nach. Die Wirbel werden aufeinander gequetscht. Ein Teufelskreis.

Wie war das mit der Schwerkraft??

In unserer Kultur gilt der irrige Glaube, die Schwerkraft mache uns klein, drücke uns nieder, nur weil wir älter werden. Das tut sie nicht. Wie schon gesagt: Die Schwerkraft ist die Mutter unseres Körpers. Sie lässt uns zu widerstandsfähigen Wirbel“tieren“ heranwachsen. Sie lässt uns auch widerstandfähig erwachsen sein, kraftvoll, elastisch, beweglich und reaktionsschnell. Genau wie die anderen Wirbelsäugetiere.

Anderes Beispiel: Wir Menschen verwechseln uns im Schwerkraftgesetz mit dem Apfel, der fällt. Wir sind in diesem Bild jedoch der Baum. Der steht. Der schrumpft nicht mit dem Alter.

In diesem Kreislauf von Denkfehlern haben wir kaum Vorbilder. Kinder werden von Erwachsenen zu Verhalten und Haltung „erzogen“. Und so fangen Kinder sehr früh an, ihre Eltern zu imitieren. Sechsjährige Jungs schlurfen schon wie ihre Väter herum. Die Mädchen machen’s den Müttern nach, ziehen die Schultern hoch, die Knie zusammen und tippeln so durch die Gegend.

In der Schule sind die Möbel den immer grösser werdenden Kindern nicht gewachsen. Sehr viele Wirbelsäulen verkrümmen sich zwischen 11 und 12 Jahren, nur durch das Sitzen auf nicht passenden Stühlen an nicht passenden Pulten.


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#Haltung #Schwerkraft #Erscheinungsbild #Ausstrahlung

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