CANTIENICA®-Blog

“Mein” heiss geliebtes Faceforming

Aktualisiert: Jan 6

Heute freier Tag. Erschöpft von der intensiven Faceforming-Ausbildung, und doch schaut das Spiegelbild entspannt und ziemlich frisch zurück. Ich profitiere von meinen Ausbildungen auch immer selber. Denn es ist einer meiner Grundsätze und ja, inzwischen auch Überzeugungen: Je mehr ich in meinem Körper gut bin, aufgespannt, entspannt, leicht und ausgerichtet, um so leichter kann ich meine Körperarbeit weiter geben. Ganz viel geschieht via Übertragung.


Sie nicken jetzt, ja, klar, ist doch selbstverständlich. In der Theorie schon, in der Praxis ist es ein richtig anspruchsvoller Prozess. “Nur wenn es mir selber gut geht, kann ich gut anleiten”. Für Menschen in therapeutischen, helfenden Berufen ist das eine grosse Herausforderung. Sie haben gelernt, sich selber zu vergessen, für den, für die andere und anderen da zu sein. Sich hinten anzustellen, sich selber nicht wichtig zu nehmen. Mit den Jahren hat die Hebamme chronische Schulterbeschwerden, der Physiotherapeut hat einen Bandscheibenschaden, die Masseurin leidet immer wieder an Hexenschuss, der Osteopath hat selber dauernd Hüftschmerzen.


Es nahmen an dieser Ausbildung teil: eine Physiotherapeutin, eine ehemalige Sportlehrerin, eine aktive Sportlehrerin, eine Yogalehrerin, eine Hebamme. Und alle arbeiten sie seit Jaaaahren an der eigenen Aufspannung/Entspannung, an der eigenen Leichtigkeit. Sie kommt, sie geht, sie wächst – die Leichtigkeit. Und kaum ist sie da und gefunden, ist sie auch schon wieder weg, versteckt sich irgendwo. Es fasziniert mich, wie schwer “wir Menschen” uns mit der Leichtigkeit tun. (Das Wir brauche ich nur aus Solidarität. Ich habe sie, die Leichtigkeit, und ich werde sie nie nie nie mehr hergeben.)


Da arbeitet dann L. mit G. L. steht, G. sitzt. G. hat die Augen geschlossen, gibt ihr Feedback zu den Berührungen von L. “Die linke Hand sitzt tiefer.” “Das ist zu fest, weniger Druck bitte.” “Nicht wirklich angenehm.”

Ich schleiche zu L., richte mit zartester Berührung (ich kann auch zupacken) die Wirbelsäule auf. G. sieht nichts davon. “Aaaah,”, sagt sie, “jetzt ist es perfekt. Was hast du gemacht? Du hast etwas verändert. Hast du dich aufgerichtet?” “Ja,” sagt L., “Benita war an meinem Rücken”.


Gerade bei der Feinarbeit am Kopf ist der Unterschied so gut zu spüren. Arbeite ich mechanisch, Finger isoliert an den richtigen Stellen, oder arbeite ich aus meiner eigenen Aufspannung, mit meinem eigenen Atem, mit meinem Pulsieren aus der Tiefenmuskulatur. Welch ein Unterschied.


Und alle nehmen sich vor, ab sofort viel mehr auf sich selbst zu achten, die eigene Haltung als fein gestimmtes Instrument für die Übertragung von Körper zu Körper über die ultrazart berührenden Hände einzusetzen. Früher oder später, meistens später, lernen es alle, die an und in der Methode bleiben und weiter machen: Je sorgfältiger ich mit mir selbst umgehe, je mehr ich in der Selbstwahrnehmung bin, um so leichter und schneller kommt mein Klient, meine Klientin auch dahin.


Eine wunderbare Sache.


Auch wunderbar: Wenn bei G. durch diese Feinstarbeit die biochemischen Rückstände eines körperlichen Traumas aus der Kindheit regelrecht aufbrechen. Ein kleiner Abwehrversuch, und dann kommen auch schon die Worte, sie kann schildern, was ihr da mit 3 Jahren widerfahren ist, es sprudelt aus ihr heraus. Tränen, Übelkeit. Weitermachen. Die Ent-Spannung geht durch den ganzen Körper, G. wirkt weich, ihre Gesichtszüge entspannen sich, ihre Augen strahlen, die Schönheit macht mich staunen. In solchen Momenten liebe ich meine Arbeit. Es kommt mir vor, als warteten die Muskeln nur darauf, die Erinnerungen los zu lassen. Das Entsetzen, die Wut, der Schreck, die Abwehr, die Verletzungen sind auch in den Muskeln, Bändern, Faszien und im Bindegewebe gespeichert, und wenn das Bewusstsein wahrnehmend, liebevoll und wertschätzend dahin reist, kann es die schmerzvolle, belastende Erinnerung auslösen, verabschieden. Nicht immer. Doch erstaunlich oft. A. bestätigt genau das mit ihrer schönen Mail, die sie mir gestern schrieb. Auszug: “Mir geht es super, ich spüre keine Anstrengung von dem tollen Kurs und bin total beschwingt mit ganz viel Kraft und Elan. Ganz bei mir und ich spüre deutlich die ganzen anderen Energien von anderen die ich nicht aufnehmen soll. Vielen Dank für die 3 Tage Genesung und Regeneration bei dir. Deine Methode verschafft nicht nur mir ein ganz besonderes Lebensgefühl und Lebenskraft. Und als eingefleischte Homöopathin hätte ich nie mir träumen lassen, dass man mit einer Körperarbeit soviel im Geist heilen kann.” Eine Arbeit, bei der, an der beide heilen können, der Anwender/die Anwenderin und der Nutzer, die Nutzerin. Schön.


So, heute war gestern, jetzt ist schon Dienstag, Bürotag. Lassen Sie es sich gut gehen. Herzlich BC


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